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Aktuelles und Termine

PRESSEBERICHT 

zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen

Am 20. April fand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden und Balinger OB Dirk Abel statt.

Verwertung von Press- und Trockenschlamm

Jahresauftrag für Abfuhr vergeben

Aufgrund großer Schlammmengen muss gepresster und getrockneter Schlamm abgefahren werden. Der Auftrag für die Abfuhr war ausgeschrieben. Der Zuschlag ging an die günstigste Bieterin, die Fa. MSE GmbH aus Karlsbad-Ittersbach. Gegenüber den Vorjahren sind die Kosten für Schlammabfuhr um 13% gesunken. Die stoffliche Verwertung des Schlamms für Rekultivierung / Kompostierung ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mehr möglich.

Dirk Abel als Verbandsvorsitzender bestätigt

Der Balinger Oberbürgermeister Dirk Abel wurde für weitere fünf Jahre zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Die Verbandsversammlung bestätigte ihn einstimmig im Amt. Dirk Abel dankte für das Vertrauen und freut sich, diese Aufgabe weiterhin wahrnehmen zu dürfen. Balingen als größte Verbandsgemeinde stellt üblicherweise den Oberbürgermeister als Vorsitzenden des Verbandes.

Aktuelles aus dem Betriebs- und Gewässerschutzbericht 2025 der Kläranlage

Gute Reinigungsleistung der Kläranlage - Gewässerschutzvorgaben eingehalten

Das Jahr 2025 war geprägt durch eine trockene Sommerperiode. Insgesamt war 2025 ein eher trockenes Jahr - im Vergleich zum Vorjahr, das aufgrund langandauernder Regenwetterperioden als nasses Jahr galt. In 2025 wurden 8.937.910 m³ Abwasser auf der Kläranlage Balingen behandelt – im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung um 21,1 % der zu behandelnden Jahresabwassermenge und 29,2 % weniger Regenspende. In der Verbandskläranlage Balingen wird das Abwasser der Mitgliedsgemeinden Balingen, Geislingen, Dotternhausen, Dormettingen und Albstadt-Laufen behandelt.

Die geringere Regenwassermenge wirkt sich auch auf den Fremdwasseranfall aus – dieser ist ebenfalls gesunken. Bei den amtlichen Probeentnahmen wurden die Grenzwerte sämtlicher untersuchter Abwasserparameter im Ablauf der Kläranlage eingehalten. Die Reinigungsleistung der Kläranlage Balingen sei nach wie vor gut, betonte Daniel Mignat vom Ingenieurbüro sweco. Lediglich die Stickstoffelimination war aufgrund der anhaltenden Sanierungsmaßnahmen der biologischen Stufe sowie dem SBR-Reaktor und dem Bau der 4. Reinigungsstufe beeinträchtigt. Im Jahr 2025 sind durch die Baumaßnahmen zeitweise Überlastungen aufgetreten, die aber durch die Fahrweise der Kläranlage sehr gut abgepuffert werden konnten.

Energiebedarf der Kläranlage

Die Kläranlage Balingen hat im Jahr 2025 rund 1.77 MWh an elektrischer Energie verbraucht und damit etwa 25 % weniger als im Vorjahr. Etwa 560.000 kWh wurden von den Stadtwerken bezogen. Das ist deutlich weniger als noch im Vorjahr – der Grund: die Steuerung der Belüftungsanlage der biologischen Stufe wurde fertiggestellt. Insgesamt wurden 2025 mit dem BHKW 791.000 kWh Strom erzeugt. Durch Erneuerung der Regelungstechnik der biologischen Stufe ist der Stromverbrauch der Kläranlage deutlich zurückgegangen. So konnten in 2025 rund 350.000 kWh Strom durch die neue Verfahrenstechnik eingespart werden. Die Errichtung weiterer PV-Anlagen wird ebenfalls zur anvisierten Energieneutralität beitragen.

Große Bau- und Sanierungsmaßnahmen prägten das Betriebsjahr 2025 - Bau der neuen Gebläsestation mit elektrotechnischer Ausrüstung, Sanierung des Regenüberlaufbeckens der Kläranlage und die Sanierung des Verbandssammlers. Durch die Baumaßnahmen auf der Kläranlage und in deren Einzugsgebiet wurde der Betrieb im Jahr 2025 erheblich beeinflusst. Dadurch waren ein deutlich höherer Arbeitseinsatz sowie erhöhte Aufmerksamkeit des Betriebspersonals erforderlich. Das Team der Kläranlage habe die Situation unter schwierigen Bedingungen hervorragend gemeistert, lobten sowohl das betreuende Ingenieurbüro als auch die Gewässerschutzbeauftragte. Der Verbandvorsitzende Abel dankte im Namen aller für diesen Einsatz. Mit Zuversicht werde man gemeinsam die großen Aufgaben der kommenden Jahre angehen. Der Umwelt- und Gewässerschutz liege beim Zweckverband in guten Händen, insbesondere auch aufgrund der Kompetenz und des Engagements des Kläranlagen-Personals.

Die Baumaßnahmen bei laufendem Betrieb sind für die Kläranlage eine große Herausforderung. Zudem sind die neuen Grenzwerte aus der wasserrechtlichen Genehmigung zu beachten und einzuhalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen EU-Vorgaben auf die Arbeit in der Kläranlage auswirken.

Haushalt des Zweckverbandes für 2026 ist beschlossen

Der Haushalt 2026 für den Zweckverband Abwasserreinigung Balingen wurde von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen. Der Wirtschaftsplan geht im Erfolgsplan mit Erträgen und Aufwendungen von 5,775 Mio. € aus. Im Liquiditätsplan mit Investitionsprogramm sind alle voraussichtlichen Einnahmen und zu leistenden Ausgaben aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit enthalten. Die Kreditermächtigung liegt bei 3,13 Mio. €.  

Sowohl für die Betriebskosten als auch für die Investitionskosten entrichten die Mitglieder eine Umlage an den Verband. Die Höhe der Umlage richtet sich nach der prozentualen Höhe der von den einzelnen Mitgliedern eingeleiteten Abwassermenge. Die Stadt Balingen trägt mit rund 78 % den größten Anteil.

Die Verbandsumlagen bleiben in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In 2026 liegt die Betriebskostenumlage bei 2,965 Mio. €. Seit mehreren Jahren gibt es auch eine Umlage für die Zinsen der Fremdfinanzierung – in 2026 sind es 360.000 €. Die Abschreibungsumlage liegt bei 1.195.000 €.

Die Anforderungen an die Reinigungsstandards der Kläranlage werden höher, dies wirkt sich auch auf die Unterhaltungs-, Bewirtschaftungs- und Personalkosten aus. Einen großen Ausgabeblock stellen im laufenden Jahr wiederum die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten (1,308 Mio. €) dar sowie Kosten für Unterhaltungsmaßnahmen am Klärwerk (598.000 €). Die Personalkosten schlagen mit rund 1 Mio. € zu Buche.

Den Strombezugskosten kommt im Klärbetrieb eine Schlüsselrolle zu. Sie können mit der betrieblichen Steuerung der Anlage (Verstromung Eigengasproduktion, Betrieb und Verrechnung thermische Klärschlammverwertung, Rückeinspeisung) stark variieren. Hinzu kommen in neuerer Zeit noch die Auswirkungen der Energiewende und der weltpolitischen Verwerfungen. Mit dem Abschluss neuer Lieferverträge konnten die Kostenspitzen der Jahre 2022 und 2023 wieder eingefangen werden. Außerdem machen sich die stetigen Bemühungen zur Einsparung von Energie bemerkbar. Der Ansatz liegt bei 200.000 € (Vorjahr 220.000 €).  

Investieren wird der Verband in diesem Jahr weiterhin schwerpunktmäßig in die Modernisierung der Anlagen – Maßnahmen bei der Betriebstechnik und der Reinigungsleistung der Kläranlage, Sanierung der Regenbecken sowie Erweiterung um eine vierte Reinigungsstufe. Zudem wird eine neue Heizzentrale gebaut, deren Planung in der Sitzung vorgestellt wurde – voraussichtliche Kosten von 2,38 Mio. €.

Der Schuldenstand des Verbandes liegt nach den Plandaten 2026 bei 10,77 Mio. €. Er erhöht sich nochmals deutlich gegenüber den Vorjahren. Dieses Maß der Verschuldung sei angesichts der laufenden und anstehenden großen Projekte unumgänglich, aber vertretbar, betonte Verbandrechner Eberle.

Vergabe von Aufträgen – Ermächtigung des Verbandsvorsitzenden

Für die Vergabe folgender Aufträge wurde der Verbandsvorsitzende ermächtigt:

-     Bauabschnitt 1 der PV-Anlage – Tiefbau und Mittelspannungsanlage

-     Elektrotechnik Regenüberlaufbecken Kläranlage

-     Solare Trocknung Rohbau

-     Sanierung biologische Stufe - Stahlbauarbeiten

Zudem wurden von der Verbandsversammlung Ingenieursleistungen (Nachtrag) für die Sanierung der biologischen Stufe – SBR-Reaktor vergeben.

Die nächste Sitzung der Verbandsversammlung findet am 13. Juli statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind wie immer recht herzlich dazu eingeladen. Die einzelnen Tagesordnungspunkte können rechtzeitig vor der Sitzung dem Kreisamtsblatt entnommen werden. Ebenso nachzulesen sind sie im Internet auf der Homepage des Zweckverbandes www.klaeranlage-balingen.de



PRESSEBERICHT zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen 05.11.2025

Am 5. November tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung im Sitzungssaal auf der Kläranlage Balingen.

Eingangs begrüßte der Verbandsvorsitzende OB Dirk Abel als neues Mitglied den Dormettinger Bürgermeister Horst Lehmann. Zum 1. August übernahm Horst Lehmann als neuer Bürgermeister die Dienstgeschäfte und ist damit kraft Amtes auch Mitglied der Verbandsversammlung. Man freue sich auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle des Verbandes, betonte Verbandsvorsitzender Abel.

Verabschiedung Bürgermeister a.D. Anton Müller

Er verabschiedete im gleichen Zuge den ausgeschiedenen Bürgermeister a.D. Anton Müller, der sechzehn Jahre lang Mitglied der Verbandsversammlung war. In dieser Zeit wurden zukunftsweisende Entscheidungen für den Verband getroffen und auf den Weg gebracht. Als Zeichen des Dankes für sein Engagement und die konstruktive Unterstützung überreichte Verbandsvorsitzender Abel einen Geschenkkorb an Anton Müller.

Verbandsversammlung stimmt Jahresabschluss 2024 zu 

Der Jahresabschluss 2024 des Zweckverbandes ist erstellt. Er wurde zwischenzeitlich vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Balingen geprüft und freigegeben. DieVerbandsversammlung nahm die förmliche Feststellung vor und stimmte den Vorgaben zu - Bilanzsumme 20.935.882 €, Summe der Erträge und Aufwendungen 4.612.319 €, Jahresgewinn /-verlust 0 – ausgeglichenes Ergebnis, Betriebskostenumlage 2.509.342 €, Abschreibungsumlage 860.357 €. 

Sanierung des Abwassersammlers zwischen Laufen und Balingen

Die Arbeiten für die Sanierung des Abwassersammlers zwischen Albstadt-Laufen und Balingen wurden vergeben. Die Auftragssumme liegt bei rund 253.000 €. Untersuchungen hatten die zwingende Notwendigkeit für die Sanierung belegt. Schwierig und aufwändig wird die Sanierung durch die Lage des Abwassersammlers an Uferböschungen oder in steilen Böschungslagen des Eyachtals.

Thermische Verwertung von Press- und Trockenschlamm

Abfuhrarbeiten werden vergeben

Im Rahmen der thermischen Verwertung von Press- und Trockenschlamm fallen große Schlammmengen an. Da die Gasgewinnungsanlage nicht die gesamten Anliefermengen verarbeiten kann, muss Schlamm abgefahren werden. Der Verbandsvorsitzende wurde ermächtigt, wie in den Vorjahren wieder einen Abfuhrvertrag für 2026 abzuschließen. Man geht von 1.400 to gepresstem Klärschlamm sowie von 400 to getrocknetem Schlamm aus, die abgefahren werden müssen. Aktuell wird mit einem Auftragsvolumen von 200.000 € brutto kalkuliert. Die stoffliche Verwertung des Schlamms für Rekultivierung / Kompostierung ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht möglich.

Bau der vierten Reinigungsstufe in vollem Gange

Der erste Bauabschnitt der vierten Reinigungsstufe ist weit fortgeschritten. Der Rohbau des Schneckenhebewerks ist abgeschlossen, als nächster Schritt ist der Stahlbau des Pumpenhauses vorgesehen. Dann beginnt der Bau des Ablaufkanals.  Als nächstes soll der neue Rohrkeller erstellt werden. Ab Mai nächsten Jahres beginnt der Umbau des Nachklärbeckens II. Innerhalb von vier bis fünf Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann wird das Nachklärbecken 1 umgerüstet. Daniel Mignat vom betreuenden Ingenieurbüro sweco stellte die Maßnahmen anschaulich anhand von Plänen und Bildern vor. Wichtige Meilensteine sind auch die Fällmittelstation und die Ozonanlage. Vor allem wegen der Steigerung der Baukosten muss die Kostenschätzung angepasst werden. Diese steigen um gut 2 Mio. € auf knapp 14 Mio. €.     

Vergeben werden sollen die Stahlbauarbeiten für das Schneckenhebewerk, die Fällmittelstation sowie die Messtechnik. Der Verbandsvorsitzende wird zur Vergabe der Bauleistungen für die Stahlbauarbeiten an den wirtschaftlichsten Bieter ermächtigt. Die Arbeiten werden über den Winter ausgeschrieben, damit ein Baubeginn im frühen Frühjahr möglich ist.

Der Verbandsvorsitzende wurde auch zur Vergabe von Bauleistungen für die elektrotechnischen Arbeiten an den wirtschaftlichsten Bieter ermächtigt. Aufgrund der Lieferzeiten sollen die Maßnahmen über die Wintermonate ausgeschrieben werden. Diese Arbeiten sind Voraussetzung, dass das Schneckenhebewerk sowie das bis dahin erhöhte Nachklärbecken 1 in Betrieb genommen werden können und gleichzeitig das Nachklärbecken 2 für die Sanierung und Erweiterung außer Betrieb genommen werden kann. Nach Kostenberechnung wird von einer Vergabesumme von 360.000 € brutto ausgegangen.

Termin für die nächste Sitzung der Verbandsversammlung ist Montag, 20. April 2026. Die öffentliche Tagesordnung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind wie immer recht herzlich dazu eingeladen. Die einzelnen Tagesordnungspunkte können rechtzeitig vor der Sitzung dem Kreisamtsblatt entnommen werden. Ebenso nachzulesen sind sie im Internet auf der Homepage des Zweckverbandes www.klaeranlage-balingen.de.

 



PRESSEBERICHT zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen 22.07.2025

PRESSEBERICHT


zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen 22.07.2025


Am 22. Juli tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung
im Sitzungssaal auf der Kläranlage Balingen unter der Leitung von Geislingens
Bürgermeister Oliver Schmid als stellvertretendem Verbandsvorsitzenden.

Wirtschaftsplan 2025 durch Regierungspräsidium genehmigt


Der Wirtschaftsplan 2025, den die Verbandsversammlung im Frühjahr verabschiedete,
wurde vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigt. Diese erfreuliche
Nachricht konnte der stellvertretende Verbandsvorsitzende vermelden. Maßnahmen,
darunter auch Großprojekte, können nun in die weitere Umsetzung gehen.

Aktuelle Informationen zum Jahresabschluss 2024


Verbandsrechner Jürgen Eberle lieferte der Verbandsversammlung aktuelle Informationen
zum Jahresabschluss 2024 des Zweckverbandes.


Sowohl für die Betriebskosten der Kläranlage als auch für die Investitionskosten
entrichten die Mitglieder eine Umlage an den Verband. Die Höhe der Betriebskostenumlage
richtet sich nach der prozentualen Höhe der von den einzelnen Mitgliedern
eingeleiteten Abwassermenge. Die Stadt Balingen trägt mit rund 79 % den
größten Anteil. Die Verbandsumlage fiel mit 2,509 Mio. € etwas geringer aus als
im Vorjahr. Gründe für die niedrigeren Aufwendungen waren geringere Kosten in
der Unterhaltung, im Energiebezug und bei der Klärschlammverwertung. Neben der
Umlage für die Betriebskosten wird auch eine Umlage für die Abschreibungen erhoben
(860.357 €) sowie eine Umlage für die Zinsen der Fremdfinanzierung
(150.678 €).

Einen großen Ausgabeblock stellen wiederum die Betriebs- und Bewirtschaftungskosten
(1,2 Mio. €) sowie Kosten für Unterhaltungsmaßnahmen (270.000 €) am
Klärwerk dar. Die über 40 Jahre alten Betriebsanlagen erfordern einen stetigen Unterhaltungsaufwand.
Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen
auf 890.000 €. Investiert hat der Verband im letzten Jahr mit rund 2,3 Mio.
€ - weiterhin schwerpunktmäßig in die Modernisierung der Anlagen wie Regenüberlaufbecken
sowie Modernisierung der Betriebstechnik und Biologie.


Der Schuldenstand des Verbandes lag Ende 2024 bei 7,3 Mio. €. Dieses Maß der
Verschuldung sei angesichts der großen Projekte des Verbandes notwendig und
vertretbar, betonte Verbandrechner Eberle. Aktuell sind Vorbereitungen zu einem
mittelfristigen Anschluss der Kläranlagen Binsdorf-Erlaheim sowie Rosenfeld in
vollem Gange. Die Aufnahme der neuen Mitglieder wurde von der Verbandsversammlung
beschlossen und in der Verbandssatzung verankert.

Großprojekte prägen Arbeit im Verband – Vergabe von Aufträgen


Auf der Kläranlage Balingen soll die solare Schlammtrocknung wieder in Betrieb
genommen werden. Eine Modernisierung der Hallen und der Technik steht deshalb
an. Die 1997 errichtete solare Klärschlammtrocknung besteht aus fünf Hallenteilen
mit jeweils 7,5 m x 37,5 m. Die Gesamtfläche von ca. 1.015 m² ist für einen Jahresdurchsatz
von 1.750 - 2.100 Tonnen/Jahr ausgelegt. Die Anlagengröße wurde
auf eine möglichst hohe Rentabilität ausgelegt und erforderliche Baumaßnahmen
an der Gebäudesubstanz auf ein notwendiges Minimum reduziert. Die Auslastung
liegt im Sommer bei 100 %, während von Herbst bis Frühjahr der Ein- und Austrag
reduziert wird. Es ist geplant, vorentwässerten Schlamm mit einem Trockensubstanz-
Gehalt von durchschnittlich 27 % in den solaren Trockner einzubringen. Im
Betrieb soll ein Trockensubstanzgehalt von durchschnittlich 75 % erreicht werden.

Für die Umrüstung der Maschinen- und Elektrotechnik wird mit Gesamtkosten in
Höhe von 740.000 € brutto gerechnet. Rund 300.000 € entfallen auf die Wendetechnik
und die Lüftungstechnik, für die Umrüstung der Elektrotechnik ca. 440.000 € brutto.

Da aufgrund von Rückfragen im Laufe der beschränkten Ausschreibung die Bindefrist
über die Verbandsversammlung hinaus verlängert werden musste, wurde der
Verbandsvorsitzende ermächtigt, die Leistungen nach erfolgter Ausschreibung an
den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.


Am großen Regenüberlaufbecken auf der Kläranlage zeigen sich aufgrund des Alters
zwischenzeitlich große, für den Benutzungszweck nicht ungewöhnliche Schäden.
Den Baubeschluss für Sanierung und Modernisierung hat die Verbandsversammlung
bereits im März 2023 gefasst. Die Leistungen für die Erneuerung der
maschinentechnischen Ausrüstungen wurden beschränkt unter entsprechenden
Fachfirmen ausgeschrieben. Drei Angebote sind eingegangen. Nach Prüfung dieser
Angebote wurde nun der Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot gegeben
(351.256,82 € brutto).

Bei der Sanierung der vier Becken der biologischen Stufe kommt es zu Mehrkosten
in Höhe von rund 128.000 € brutto bei der elektrotechnischen Ausrüstung. Die
bisher genehmigten Gesamtkosten liegen bei rund 1.225.000 €. Im Rahmen der
Bauabwicklung zeigte sich an vielen Stellen, dass eine abweichende Ausführung
erforderlich ist, betonte Geschäftsführer Streich. Die überplanmäßigen Ausgaben
wurden von der Verbandsversammlung genehmigt.


Termin für die nächste Sitzung der Verbandsversammlung ist Mittwoch, 5. November
2025. Die öffentliche Tagesordnung wird rechtzeitig bekannt gegeben.


Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind wie immer recht herzlich dazu eingeladen.
Die einzelnen Tagesordnungspunkte können rechtzeitig vor der Sitzung dem
Kreisamtsblatt entnommen werden. Ebenso nachzulesen sind sie im Internet auf
der Homepage des Zweckverbandes www.klaeranlage-balingen.de.





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