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Aktuelles und Termine

Einladung zur Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen am Mittwoch, 30.03.2022, 17.00 Uhr. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.



PRESSEBERICHT zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen am 24. November 2021

Am 24. November tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen.

Die Vertreter der Verbandsversammlung trafen sich im Vereinshaus Harmonie in Geislingen. Der Verbandsvorsitzende und Balinger Oberbürgermeister Helmut Reitemann leitete die Sitzung.    

Stadt Rosenfeld stellt Antrag auf Aufnahme in Zweckverband  

Die Stadt Rosenfeld hat den Antrag auf Aufnahme in den Zweckverband Abwasserreinigung Balingen gestellt. Sie beantragt den Anschluss der beiden Kläranlagen Rosenfeld und Bickelsberg an die Kläranlage Balingen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Rosenfelder Gemeinderat gefasst. Darüber informierte der Verbandsvorsitzende das Gremium. Grundlage für den Rosenfelder Beschluss sind Gutachten, die den Anschluss der beiden Rosenfelder Anlagen als wirtschaftliche Lösung aufzeigen.   

Prüfbericht zur Eröffnungsbilanz und Jahresrechnung 2019 vorgelegt

Das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Balingen hat die Eröffnungsbilanz und die Jahresrechnung 2019 des Zweckverbandes geprüft und einen entsprechenden Prüfbericht vorgelegt.

Bei der Prüfung der Eröffnungsbilanz fanden stichprobenartige Prüfungen statt bezüglich Inventar, Belegen und Angaben der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Die Eröffnungsbilanz entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Die Verbandsversammlung nahm die förmliche Feststellung vor.   

Für den Jahresabschluss 2019 des Zweckverbandes attestierte das Rechnungsprüfungsamt nach vorhergegangener Prüfung, dass nach den Vorgaben und Gesetzen verfahren wurde. Der Haushaltsplan wurde eingehalten und das Vermögen und die Schulden richtig nachgewiesen. Einer förmlichen Feststellung des Jahresabschlusses 2019 stand somit nichts mehr im Wege. Die Verbandsversammlung fasste einen entsprechenden Beschluss.

Verbandsrechner informiert über den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2020

Verbandrechner Jürgen Eberle informierte die Verbandsversammlung über das Geschäftsjahr 2020.

Die in 2020 auf der Balinger Kläranlage zur Reinigung angelieferte Abwassermenge lag mit 7.722.948 cbm deutlich unter dem Vorjahresniveau, erläuterte Herr Eberle. Allerdings bewege sich diese Menge in der langjährigen Bandbreite.

Der durch den Betrieb der Kläranlage entstehende Aufwand wird über Umlagen von den Mitgliedern und Kooperationspartnern erhoben. Die abzurechnende Betriebskostenumlage 2020 steigt leicht im Vergleich zu 2019. Die Ursache liegt in den gestiegenen Betriebskosten verschiedener Bereiche. Steigerungen bei den Gasbezugskosten, Bewirtschaftungskosten und den Personalkosten sind insbesondere maßgebend. Die Umlagenhöhe wird im Jahresabschluss endgültig festgesetzt.   

Die Investitionsausgaben lagen im Wirtschaftsjahr 2020 bei knapp 900.000 €. Investitionsschwerpunkte waren die Modernisierung des Labors, der Neubau der Trafostation sowie die Modernisierung der Betriebstechnik des 2. Faulturms.

Die Verschuldung des Verbandes erreichte mit 1,782 Mio. € Ende 2020 einen Tiefstand. Allerdings wird sie mit zunehmender Investitionstätigkeit in absehbarer Zeit wieder steigen. Stetige Investitionen in die Verbesserung der Abwasserreinigungs- und –aufbereitungsverfahren, die Regenwasserbehandlung und den Ausbau des Regenüberlaufbeckennetzes sowie in die Klärschlammverwertung sind notwendig. 

Verbandsrechner Eberle beurteilt die künftige Entwicklung des Verbandes positiv. Bestandsgefährdende Risiken seien nicht ersichtlich. Aktuell sind Vorbereitungen zu einem mittelfristigen Anschluss der Kläranlagen Binsdorf-Erlaheim sowie der Kläranlagen Rosenfeld und Bickelsberg an das Netz des Abwasserzweckverbandes und die Kläranlage Balingen im Gange. Der Anschluss dieser Anlagen steht auch in direktem Zusammenhang mit dem Bau der vierten Reinigungsstufe auf der Kläranlage Balingen.

Erneuerung der Betriebswasseranlage wird beschlossen

Die Verbandsversammlung hat die Erneuerung der Betriebswasseranlage auf der Kläranlage mit Kosten von 160.000 € beschlossen. Entsprechende außerplanmäßige Finanzmittel wurden genehmigt.

Die Betriebswasseranlage der Kläranlage dient dazu, das für den Betrieb der Kläranlage benötigte Betriebswasser – zum Beispiel zur automatischen Spülung von Sieben und Rechen und sonstigen Anlagen - aus dem Nachklärbecken zum jeweiligen Einsatzort zu transportieren. Ein großer Teil des Betriebswassers wird im Bereich der Schlammbehandlung benötigt. Die heutige Betriebswasseranlage besteht seit Inbetriebnahme der Kläranlage in den 1970-er Jahren. Lediglich die Pumpen wurden aufgrund von Verschleiß getauscht.

Zuletzt ist die Betriebswasseranlage wiederholt an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Schäden in Form von Undichtigkeiten in den Rohren, defekte Siebe und Pumpen tauchten auf. Aktuell ist die Anlage nur in begrenztem Umfang einsatzfähig. Dies hat zur Folge, dass in größerem Umfang Frischwasser zum Einsatz kommen muss.

Der aktuell erforderliche Umbau soll dazu genutzt werden, die Betriebswasseranlage für zukünftige Aufgaben aufzustellen und die Nutzung des Betriebswassers zu optimieren. Geplant ist die teilweise Erneuerung von Rohrleitungen zur Beseitigung von Leckagen und Engstellen, Erneuerung der Pumpen und Steuerung der Betriebswasseranlage sowie Erneuerung der Filteranlagen. In Summe schlagen diese Arbeiten mit Kosten von 160.000 € brutto zu Buche. Die Maßnahmen werden umgehend ausgeschrieben. Aus diesem Grund wird für das Wirtschaftsjahr 2021 eine außerplanmäßige Genehmigung von Finanzmittel erforderlich.

Höhere Kosten bei der Sanierung des Vorklärbeckens werden genehmigt

Überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 100.000 € für die Sanierung des Vorklärbeckens wurden von der Verbandsversammlung genehmigt.

Die Verbandsversammlung hat im Frühjahr 2021 den Baubeschluss zur Sanierung des Vorklärbeckens gefasst. Die Investitionskosten wurden mit 500.000 € beziffert. Die Arbeiten zur Betonsanierung und zur Erneuerung der Maschinentechnik sind schon weit fortgeschritten.

Bei der Anpassung der Elektrotechnik haben sich im Bestand wesentlich größere Probleme gezeigt als dies zunächst im Rahmen der Planung anzunehmen war. Daher müssen größere Teile der bestehenden Elektrotechnik getauscht werden, was zu Mehrkosten in Höhe von 60.000 € führt. Zudem ist es zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und einer Vereinfachung der Wartung erforderlich, im Zuge des Stahlbaus zusätzliche Stege und Geländer anzubringen. Dies schlägt mit 40.000 € an Mehrkosten zu Buche.

Die nächste Sitzung der Verbandsversammlung findet am 30. März 2022 statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind wie immer recht herzlich dazu eingeladen. Die einzelnen Tagesordnungspunkte können rechtzeitig vor der Sitzung dem Kreisamtsblatt entnommen werden. Ebenso nachzulesen sind sie im Internet auf der Homepage des Zweckverbandes www.klaeranlage-balingen.de.

 



PRESSEBERICHT zur Sitzung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen am 17. Juni 2021

Am 17. Juni tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen. Die Vertreter der Verbandsversammlung trafen sich im Vereinshaus Harmonie in Geislingen. Der stellvertretende Vorsitzende und Geislinger Bürgermeister Oliver Schmid leitete die Sitzung.   

Verbandsversammlung wird neu besetzt

Frank Gess scheidet aus – Ute Hirthe tritt ein 

Frank Gess ist nach langjähriger kommunalpolitischer Tätigkeit aus dem Gemeinderat der Stadt Balingen ausgeschieden. Aufgrund dessen schied er nun auch als Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Balingen aus. BM Schmid dankte Herrn Gess für seinen Einsatz im und für den Zweckverband. Herr Gess war seit 1994 Mitglied der Verbandsversammlung. Er habe die stetige Weiterentwicklung der technischen Einrichtungen zur Abwasser- und Regenwasserbehandlung der Kläranlage über diesen langen Zeitraum konstruktiv mitbegleitet und –gestaltet, so BM Schmid. Herr Gess sei stets für neue innovative Lösungen und Wege bei der Abwasserreinigung offen gewesen. Sein Wissen über die Entwicklung des Verbandes und der Kläranlage, die Abwasserreinigung und das städtische Geschehen seien von großem Wert für die Arbeit in den Gremien gewesen, betonte BM Schmid. Besonders wichtig sei Herrn Gess immer der gegenseitige Austausch und das gute und partei- fraktions- und stadtübergreifende Miteinander gewesen.  

Nachrückerin ist Frau Ute Hirthe aus Balingen, die Bürgermeister Schmid sehr herzlich in der Verbandsversammlung begrüßte.

 

Konkrete Planung für Vierte Reinigungsstufe der Kläranlage

Nächste Schritte für Großprojekt festgelegt

Im Zuge der Strukturverbesserung und Spurenstoffeliminiation im Mittelbereich Balingen steht auf der Kläranlage Balingen der Neubau einer 4. Reinigungsstufe an. Eine Abwasserozonung mit anschließender kontinuierlicher Sandfiltration soll als wirtschaftlichste Lösung umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden auch die Nachklärbecken saniert und vergrößert. Zusätzlich soll ein Pumpwerk errichtet werden.

Im Vorfeld wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die geschätzten Investitionskosten dieser Maßnahme liegen aktuell bei rund 9,3 Mio. €. Der Baubeschluss für die Sanierung der biologischen Stufe erfolgte Anfang des Jahres.

Die nächsten wichtigen Schritte für das Großprojekt wurden festgelegt. Die Verbandsversammlung stimmte der Vorentwurfsplanung zu. Die Genehmigungsplanung wird in der nächsten Sitzung vorgestellt, dann soll der Baubeschluss im Herbst 2021 erfolgen. Der Verband wird einen Förderantrag stellen. Es wird mit einer beachtlichen Förderung der Maßnahmen durch das Land Baden-Württemberg gerechnet. Der erste Bauabschnitt soll ab 2023 realisiert werden. 

Gute Reinigungsleistung für die Kläranlage bescheinigt

Der Gewässerschutzbeauftragte Bernhard Helle bescheinigte der Kläranlage in seinem Bericht für das Jahr 2020 wiederum eine sehr gute Reinigungsleistung. Bei den amtlichen Kontrollen wurden die Grenzwerte nicht überschritten. Die gute Reinigung der Abwässer und damit ein bestmöglicher Gewässerschutz wurden erreicht.

Trotzdem kam die Kläranlage in der biologischen Stufe immer wieder an ihre Leistungsgrenze, so Bernhard Helle. Die Kläranlage Balingen besitze zwar im Regelbetrieb Auslastungsreserven, komme jedoch in schwierigen Belastungsbedingungen auch an ihre Grenzen.

Trotz der noch guten Leistung der Anlage sollten aus Sicht des Gewässerschutzes die Maßnahmen für die vierte Reinigungsstufe umgesetzt werden. Die Planungen seien ja voll im Gange. Die neue Betriebsgenehmigung wird noch 2021 beantragt.

Dass die Kläranlage trotz der Widrigkeiten und Belastungen mit Provisorien, Umleitungen und sonstigen Anpassungen ihre Aufgabe noch gut erfüllt hat, ist vor allem dem engagierten Einsatz des Klärwerkspersonals zu verdanken.

Verabschiedung des Gewässerschutzbeauftragten Bernhard Helle

Nach 14 Jahren als Gewässerschutzbeauftragter wurde Bernhard Helle aus diesem Amt verabschiedet. Bürgermeister Oliver Schmid bedankte sich für den langjährigen engagierten Einsatz bei Herrn Helle. Man habe immer gespürt, dass Herr Helle mit Leib und Seele und voller Überzeugung seine Aufgaben und seine Funktion beim Verband ausgefüllt hat.

Bürgermeister Schmid bescheinigte ihm eine hohe fachliche Kompetenz - durch seine Tätigkeit in der Wasserbehörde des Landratsamtes Zollernalbkreis hatte Herr Helle hervorragende Kenntnisse über die Verfahrensweisen und Ablaufprozesse der Kläranlage. Die Aufgabe war ihm quasi auf den Leib geschneidert. Nun gab er insbesondere aus gesundheitlichen Gründen sein Amt in andere Hände.

Als seine Nachfolgerin wird künftig Karoline Renner, Ingenieurin beim Balinger Tiefbauamt den Zweckverband als Gewässerschutzbeauftragte unterstützen.

 

 

 





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